Begriffserläuterungen
 

Abgeschlossenheit

Die Begründung von Sondereigentum an einer Wohnung oder einer Teileigentumseinheit setzt gem. dem Wohnungseigentumsgesetz voraus, daß die betreffenden Räume in sich abgeschlossen sind. Die Voraussetzung für die Abgeschlossenheit regelt die vom Bundesbauminister im Einvernehmen mit dem Bundesjustizminister erlassene Richtlinie. Abgeschlossen ist eine Einheit, wenn sie baulich vollkommen von fremden Wohnungen abgeschlossen ist, und einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien oder einem Treppenhaus oder Vorraum hat.

CAFM-System

Computer Aided Facilities Management-System

Ein computergestütztes Gebäudeinformationssystem zur strategischen und operativen Unterstützung aller Dienstleistungen des Gebäudemanagements rund um den Mieter (Kunde). Der Kern eines CAFM-Systems sind gebäudebezogene prozeßorientierte Auftrags- und Rechnungsstellungen auf Grundlage einer oder mehrerer Datenbanken und eines integrierten CAD-Systems.

Corporate Real Estate Management (CREM)

Corporate Real Estate Management (CREM) bezeichnet die erfolgsorientierte Verwaltung und Vermarktung von gewerblichen Immobilien. Ein großer Teil von Liegenschaften in Deutschland ist Unternehmereigentum. Ein aktives und ergebnisorientiertes Management von Unternehmensimmobilien hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dazu werden unternehmenseigene immobilienbezogene Abteilungen ausgegliedert oder externe Nachunternehmer beschäftigt, um Kapazitäten für andere Kernkompetenzen zu schaffen.

Corporate Real Estate Management bündelt zielorientiert verschiedene Instrumente. Die jeweilige Schwerpunktsetzung unterscheidet sich nach Struktur und Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens.

 Wichtige Bestandteile des CREM sind:

  • Informations-Management
  • Flächen-Management
  • Gebäude-Management
  • Facility Management
  • Standortplanung 
  • Property Management 
  • Projektentwicklung 
  • Portfolio Management

Due Diligence (-Prüfung)

Unter Due Diligence versteht man die "gebotene Sorgfalt", mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Immobilien das Vertragsobjekt im Vorfeld der Akquisition geprüft wird.

Due-Diligence-Prüfungen beinhalten eine systematische Stärken-/Schwächen-Analyse des gewünschten Kaufobjekts, eine Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken und eine zuverlässige Bewertung des Objekts.

Gegenstand der Prüfungen sind zum Beispiel strategische Positionierung, Bilanzen, sachliche und personelle Ressourcen, finanzielle und rechtliche Risiken oder Umweltlasten. Gezielt wird nach so genannten "Dealbreakern" gesucht, d.h. nach Sachverhalten, die den Prüfer vom Kauf des Vertragsobjektes abraten lassen. Ein Dealbreaker wäre zum Beispiel das Vorkommen von Altlasten beim Grundstückskauf. So erkannte Risiken können entweder zu Preisabschlägen oder sogar zum Abbruch der Verhandlungen führen.

Facility Management

Ganzheitliches Management rund um das Gebäude

Facility Management ist eine Form der Gebäudeverwaltung, die vor allem bei Gewerbeimmobilien relevant ist. Facility Management umfaßt alle Bereiche der Immobilienverwaltung, von der Betrachtung, Analyse und Optimierung aller kostenrelevanten Vorgänge rund um ein Gebäude über die Betriebsbereitschaft von technischen Einrichtungen, (beispielsweise die Bereitstellung und den Betrieb von Kommunikationstechnik) bis hin zur Anlage und Pflege von Außenanlagen und Dienstleistungen wie Catering oder Umzugsplanung.

Das Facility Management teilt sich in technisches, infrastrukturelles und kaufmännisches Facility Management auf.

Technisches Facility Management

Die Hauptaufgabe des technischen Facility Managements ist das Sicherstellen des technischen Gebäudebetriebs. Die dafür notwendigen Betreiberprozesse sind die

technischen FM-Prozesse:
– Energiemanagement
– Ersatzbeschaffung
– Gewährleistungsmanagement
– Instandhaltungsmanagement
– Projektmanagement Bau und TGA
– Störfallmanagement
– Umweltmanagement
– Objektabriß

Infrastrukturelles Facility Management

Die Hauptaufgabe des infrastrukturellen Facility Managements ist das Erbringen und Überwachen von gebäudebezogenen Dienstleistungen.

Die dafür notwendigen Betreiberprozesse sind die

infrastrukturellen FM-Prozesse :
– Flächenmanagement
– Leistungskontrolle
– Kommunikationsmanagement
– Umzugsmanagement
– Material-/Lagerwirtschaft
– Pflege der Außenanlagen
– Reinigungsmanagement

Kaufmännisches Facility Management

Die Hauptaufgabe des kaufmännischen Facility Managements ist die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des Gebäudebetriebs.
Die dafür notwendigen Betreiberprozesse sind die

kaufmännischen FM-Prozesse :
– Ankauf und Anmietung
– Verkauf und Vermietung
– Liegenschaftsmanagement
– Vertragsmanagement
– Kostenrechnung
– Mahnwesen

Satelliten Navigations - Systeme

GPS, Global Positioning System

Das GPS ist ein Navigationssystem des amerikanischen Verteidigungsministeriums (DoD), basierend auf einem System von 24 Satelliten, die in 20'000 km Höhe die Erde zweimal pro Tag umkreisen.      

GLONASS, Global Navigation Satellite System

GLONASS ist das russische Pendant zu GPS. Das Funktionsprinzip ist mit GPS vergleichbar, wobei nur etwa die halbe Anzahl Satelliten zur Verfügung steht.      

GNSS, Global Navigation Satellite System

Oberbegriff für die bestehenden Radionavigationssysteme GPS und GLONASS, sowie zukünftige Systeme wie z.B. das europäische GALILEO.

GALILEO, Europäisches Satellitennavigationssystem

GALILEO ist der Name des europäischen Satellitennavigationssytems, das Ende 2010 betriebsbereit sein soll. Es soll weltweit Daten zur genauen Positionsbestimmung liefern und ähnelt im Aufbau dem US-amerikanischen NAVSTAR-GPS und dem russischen GLONASS-System. Allerdings wurde Galileo für zivile Zwecke konzipiert und unterliegt nicht, wie NAVSTAR-GPS und GLONASS, einer nationalen militärischen Kontrolle. Galileo wird, entgegen früheren Planungen, zumindest zu dem dann modernisierten NAVSTAR-GPS-System (GPS III; ab 2010) kompatibel sein. Dies hat den Vorteil, daß durch die Kombination der GPS- und Galileo-Signale eine deutlich verbesserte Abdeckung, mit einer Verfügbarkeit von jederzeit bis zu 15 Satelliten, erreicht werden sollte. Allerdings gilt als sicher, daß heutige "normale" GPS-Empfänger, trotz dieser Kompatibilität, nicht für das zukünftige satelliten-gestützte Navigationssystem Galileo genutzt werden können. Auch wird Galileo nicht, wie schon das NAVSTAR-GPS-System, völlig frei nutzbar sein. Bei NAVSTAR-GPS sind genaue Positionsdaten dem amerikanischen Militär vorbehalten, bei Galileo sollen dann gegen Bezahlung qualitativ unterschiedliche (Daten-) Dienste zur Positionsbestimmung bereitgestellt werden. Der Empfang des Offenen Dienstes, der dem Leistungsspektrum des jetzigen GPS ähnelt, wird dann allerdings auch kostenlos sein.



 

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 aktualisiert 07.12.2011